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Sch´ma jisroel. Jüdische Musik aus den böhmischen Ländern

20 Juni 2009

Im Rahmen der "Kulturtage in der Synagoge"

Am 20. Juni 2009 gibt die Gruppe “Moravia cantat” ein Konzert in der Synagoge Memmelsdorf Ufr. Seit dem 10. Jahrhundert lebten und leben Juden in den böhmischen Ländern. In der von mehreren Kulturen geprägten Tradition Böhmens und Mährens spielte neben der tschechischen und deutschen die jüdische Kultur eine bedeutende Rolle. Prag (Praha) als Zentrum der böhmischen Juden und Nikolsburg (Mikulov) als Zentrum der mähris chen Juden waren bedeutsame Stätten jüdischen Lebens, jüdischer Kultur und jüdischer Gelehrsamkeit in Europa.

Das nationalsozialistische Deutschland hat diese tausend Jahre alte, reiche jüdische Tradition weitgehend vernichtet. Von knapp 120.000 Juden, die 1939 im Protektorat Böhmen und Mähren lebten, gelang es lediglich etwa 26.000 Menschen auszuwandern, knapp 90.000 Juden wurden in Theresienstadt (Terezín) und den Vernichtungslagern im Osten ermordet.

Moravia cantat wurde als Südmährische Sing- und Spielschar gegründet un d widmet sich der Musik aus den böhmischen Ländern. Ein besonderes Anliegen des Ensembles ist es, die vielfältigen musikalischen Gemeinsamkeiten und Wechselwirkungen zwischen Deutschen, Tschechen und Juden in dieser Region aufzuzeigen. Tourneen führten z.B. 2006 nach Argentinien, 2000 nach Südafrika, und im Jahr 2008 nach Mähren (Zeitungsartikel beifügen). Zum Jahreswechsel 2009/2010 ist eine Konzertreise nach Israel geplant.

Beim Konzert am 20. Juni 2009 kommen Werke jüdischer Komponisten und Autoren zur Aufführung, z.B. von Viktor Ullmann, Moritz Deutsch, Leon Kornitzer, Max G. Löwenstamm, Moritz Wallerstein, Moritz Tintner, Saul Friedländer und Otto Abeles.

Eintritt frei. Um eine angemessene Spende wird gebeten.


Einladung Sch´ma jisroel (pdf 580 KB)